
Einen schönen Guten Tag und alles Gute
für 2010 wünsche ich von Mallorca,
Mein Mann und ich haben Anfang Oktober Urlaub im Raum Marbella gemacht
und wollten dort bis Ende November bleiben und dann wieder nach Hause
zurückkehren, wir leben nämlich hier auf Mallorca. Wir hatten
dort ein Apartment gemietet um nicht im Hotel, wir haben selbst 2
Hunde, wohnen zu müssen. Kaum dort angekommen, hatten wir auch
schon einen kleinen 2 1/2 Monate alten Labrador-Welpen an einem Tor zu
einer Apartmentanlage gefunden. Der Sicherheitsguard erzählte mir,
daß der kleine Welpe schon den ganzen Tag da sitzt und wartet und
weint und ihn wahrscheinlich jemand dort ausgesetzt hatte. Ich war so
betroffen und das arme kleine Ding so ängstlich und verstört,
daß ich ihn einfach auf den Arm und mitgenommen habe. Ich habe
dann alle möglichen Leute gefragt, ob er jemandem gehört,
oder ob ihn jemand haben möchte. Eine nette Nachbarin, die ein
Apartment mit einem kleinen Garten hat (wir haben leider nur einen
Balkon) hat sich angeboten, ihn aufzunehmen bis wir ein schönes
Zuhause für ihn gefunden haben. Wir waren dann eine Woche
unermüdlich damit beschäftigt, jemand Geeigneten zu finden,
wir haben wirklich alles versucht. Nach einer Woche hat sich dann
wirklich jemand gefunden und das süsse Mädchen hat jetzt ein
tolles Zuhause!!!!!!!
Leider dauerte die Freude darüber nicht
lange, da wir kurz danach schon wieder einen ausgesetzten Hund gefunden
hatten. Ich muß dazu sagen, daß wo immer wir auch sind,
immer wieder auf diese armen Tiere treffen, die entweder schlecht
behandelt wurden oder einfach so ausgesetzt wurden. Wir leben auf
Mallorca haben hier schon so viele Hunde gefunden, oder von ihren
schlimmern Besitzern abgekauft, oder aus unzumutbaren Haltungen befreit
etc. und hatten "Gott sei Dank" auch immer Glück ein neues Zuhause
für sie zu finden. Es ist ja eine Schande, wie hier in Spanien mit
Tieren umgegangen wird. Das könnte einen regelrecht krank
machen!!!!
So, wir hatten also gerade das kleine Labradormädchen vermittelt, als wir auf einer Autobahntankstelle kurz vor Estepona (Costa del Sol) auf dem Gelände eine total ausgehungerte, verängstigte und total gestresste Podenco-Hündin herumirren gesehen haben. Wir sind dann gleich in den Tankstellen-Shop gegangen und zum Glück hatten die dort auch Hundefutter. Nach Angabe der Tankstellen-Angestellten werden dort öfter Podencos ausgesetzt, wenn die Jäger die im dahinterliegenden Gebiet jagen, sie nicht mehr wollen oder sie nicht "gut" genug sind, werden sie einfach dort zurückgelassen. Wenn sie Glück haben, manchmal werden sie ja sogar von diesen elenden Menschen aufgehängt oder erschossen.
Es ist so eine Tragödie und so eine
Schande, wir konnten gar nicht glauben, was wir da hörten. Wir
waren so erschüttert, als wir davon erfuhren. Manchmal werden sie
dann auch von Autos überfahren, wenn sie die Autobahn
überqueren und auf der anderen Seite nach Futter suchen. Für
uns stand fest, wir mußten hier was tun!!!
Wir haben dann versucht den Hund mit Futter
anzulocken. Er war so ausgehungert, daß er sich uns bis auf einen
Meter genähert hat und wir haben ihm dann das Futter hingestellt
und er hat gewartet bis wir uns etwas entfernt hatten und dann hat er
total gestreßt das Futter runtergeschlungen. Sofort danach ist er
dann ängstlich wieder weggelaufen. Es sah auch so aus als
könnte sie schwanger sein, weil ihr Gesäuge etwas geschwollen
war. Von diesem Tag an sind wir jeden Tag von Marbella nach Estepona
gefahren, trotz der Autobahngebühr die wir jedes mal bezahlen
mußten, und haben die Hündin mit reichlich Futter und Wasser
versorgt.
Sie kam dann schon immer freudig angelaufen, wenn sie unser Auto
gehört oder gesehen hatte, aber sie ist nie nahe an uns
herangekommen, sie hatte immer solche Angst und war sooo schreckhaft.
Wer weiß, was dieses arme Tier alles mitgemacht hat. Nach einigen
Wochen konnte ich schon in der Nähe ihres Fressplatzes bleiben und
ab und zu ist sie mit ihrem Näschen auch schon mal an meine Finger
ran. Aber immer sooo ängstlich. Nach ungefähr 4 Wochen kam
sie dann plötzlich nicht mehr zu ihrem Fressplatz und uns auch
nicht begrüßen. Jetzt hatten wir schon Angst, das ihr etwas
passiert sein könnte. Also machten wir uns auf die Suche in den
Felder und Büschen im Gelände hinter der Tankstelle.
Nach langer Suche hatten wir sie dann gefunden. Da war eine kleine
Erdhöhle und man konnte ihr kleines Näschen sehen und an ihr
gepresst einen winzigkleinen süssen zimtfarbenen Welpen mit einem
weißen Fleck auf dem Köpfchen, das sah so süß
aus. Da waren wir aber erst mal erleichtert, daß sie ok war aber
zugleich auch tief traurig, daß die Arme ihre kleinen süssen
Welpen in dieser kleinen Erdhöhle zur Welt bringen mußte.
So, jetzt mußten wir auf die ganz Familie aufpassen!!!
Nachdem sie uns gesehen hatte und wir ihr Futter gezeigt hatten, kam sie dann auch nachdem wir uns entfernt hatten, aus ihrer Höhle heraus und hat schön gefressen. Danach ist sie natürlich gleich wieder zu ihren Babies in die Höhle, wollte aber nicht, daß sich irgendjemand dieser Höhle näherte, sie hatte große Angst um ihre Babies. Wir haben das auch respektiert. An den darauf folgenden Tagen kam sie aber immer gleich angelaufen, wenn wir sie gerufen haben - es dauerte natürlich immer etwas länger, da sie sich ja erst mal aus dieser kleinen Höhle rausschlingen mußte. Während sie bei mir an ihrer alten Futterstelle gefüttert wurde, hat mein Mann sich dann immer der Höhle genähert und geschaut, ob mit den Welpen auch immer alles in Ordnung war. Die haben meißt aneinandergekuschelt in der Höhle geschlafen oder nach ihrer Mama gefipst, es waren 5 süsse goldige Babies. Als nach einer Woche, diese Höhle zu klein wurde hatte sie eine neue gebuddelt, dieses mal war die Höhle aber nach vorne hin geöffnet und wir hatten uns immer Gedanken gemacht, daß die kleinen auch vor Wind und Wetter ausreichend geschützt waren. Anfassen wollten wir sie nicht, da die Mutter ja niemanden in deren Nähe lassen wollte und wir hatten Angst, daß sie sich vielleicht dann nicht mehr um sie kümmern würde. Also haben wir alles Mögliche gemacht, das Gestrüpp um das Erdloch mit Plastikfolie abgedeckt, damit sie nicht nass werden können, falls es regnete etc. etc.. Wir waren wirklich sehr beschäftigt. Wir haben ihr dann ein Hundehaus aus einer großen Kiste mit Decken und Futter in die Nähe der Höhle gestellt, aber sie hat dem doch nicht getraut. Sie hat zwar immer das Futter gefressen, aber ist nie mit ihren Babies dort "eingezogen" - Leider!!! Wir wären wesentlich beruhigter gewesen, wenn sie das Haus akzeptiert hätte.
Nach 10 Tagen waren dann plötzlich alle Babies weg und das Erdloch leer - was für einen Schreck hatten wir da bekommen. Hoffentlich hatte ihnen niemand etwas angetan!!! Jetzt sind wir aber wieder durchs Gelände und haben gesucht und gesucht und ....... gefunden!! Das Erdloch war wohl wieder zu klein und diese tolle Podenco-Hündin hatte ein neue Zuhause gebaut. Diesmal einen ziemlich langen Tunnel mit einer Ausbuchtung am Ende, wo man die kleinen Babies sehen konnte. Zum Glück waren sie jetzt richtig gegen Wind und Regen geschützt, aber auf Dauer würde es da drin auch zu eng, denn jetzt waren sie schon 3 Wochen alt und bald würden sie anfangen rumzukrabbeln oder rauszukrabbeln. Also, langsam mußten wir irgendetwas tun, denn auf Dauer konnten sie da nicht drin bleiben. Es war jetzt schon Anfang/Mitte Dezember und mein Mann und ich wollten ja eigentlich schon Ende November wieder zu Hause sein und wollten auch noch nach Deutschland Verwandte und Bekannte vor Weihnachten besuchen.
Aber wir konnten doch jetzt nicht da weg, wir
konnten die kleine Podenco-Familie doch nicht ihrem Schicksal
überlassen. Wenn die Babies anfingen, die Welt zu erkunden,
könnten sie doch leicht dort überfahren werden und wer sollte
sie denn jeden Tag dort füttern gehen???? Also sind wird dann noch
länger dort geblieben und haben versucht, eine Lösung zu
finden. Wir haben dann als die Babies 4 Wochen alt waren beschlossen:
Wir müssen es jetzt riskieren, wir müssen die Babies jetzt
aus der Höhle befreien und versuchen die Mutter einzufangen. Wir
mußten jetzt wirklich nach Hause zurück und wollten diese
kleine Familie vorher irgendwo unterbringen. Leider hatten wir
niemanden gefunden, der sich um die kleinen kümmern könnte.
Wir hatten deshalb mit dem Tierheim in Estepona ausgemacht, daß
wir die Podenco-Familie bringen und wir weiter versuchen werden, ein
Zuhause für alle zu finden, denn wir konnten jetzt wirklich nicht
länger bleiben. Nachdem wir die Babies aus der Höhle befreit
hatten, 5 goldige und wohlgenährte Welpen haben wir befreit, und
in eine große Transportkiste getan. Aber die Mutter war beim
besten Willen nicht dazu zu bewegen, in die Kiste zu ihren Welpen zu
gehen - sie hatte solche Angst. Nach einigen Stunden stetigen Zuspruchs
und Gaben von Leckerchens hat sie sich dann ganz plötzlich doch
von mir streicheln lassen, hat sich auf den Rücken vor mich
hingelegt und hat sich von mir ihr Bäuchlein streicheln lassen und
hat es sichtlich genossen.
Das war ein herzzerreißender Augenblick -
endlich hatte ich ihr Vertrauen gewonnen und sie hat mir deutlich ihre
Zuneigung gezeigt. Das trieb uns allen die Tränen in die Augen.
Ich konnte sie dann vorsichtig auf den Arm nehem und zu ihren Babies in
die Transportkiste setzen. Die haben sich dann sofort über die
Zitzen ihrer Mama hergemacht. Das wa so ein herzerwärmender
Augenblick. Wir sind dann schweren Herzens mit ihr zu dem Tierheim
gefahren, damit sie und die Welpen jetzt zumindest erst einmal in
Sicherheit waren. Ich hatte dort dann auch einen höheren Betrag
gespendet und für 50,-- Euro Dosenfutter und Welpenfutter gekauft,
damit die Mutter zumindest das Futter bekam, an daß sie nun seit
2 Monaten gewöhnt war und die Welpen gut zugefüttert wurden.
Es hat mir fast das Herz gebrochen, jetzt
nachdem sie mir ihr Vertrauen geschenkt hatte, sie dort abzugeben -
aber ich mußte ja wieder nach Hause. Aber ich habe ja selbst
schon 2 Hunde und ich konnte sie doch nicht alle mit zu mir im Flieger
nach Mallorca nehmen. Ich habe ihr aber versprochen, ihr und
ihren Babies ein schönes Zuhause zu suchen. Ich konnte aber dann
doch nicht gleich zurück, da ich gesehen habe, daß das dort
nicht das Richtige für sie und die Babies war. Es war ein Zwinger,
ohne Auslauf, aber alles offen und sehr kalt und zugig. Ich
wußte, hier konnte ich sie auch nicht lange lassen. Die Mami
fühlte sich da überhaupt nicht wohl, das konnte man merken
und hat auch kaum noch was gefressen, außer wenn ich kam und ihr
was mitgebracht hatte, denn das Futter und Welpenfutter, welches ich
dortgelassen hatte, haben die nie bekommen und war auch dort aus
unerklärlichen Gründen nicht mehr auffindbar!! Mein Mann ist
dann schon mal allein zurückgeflogen, weil wir ja auch unsere
Verpflichtungen hier haben und ich bin dann doch noch geblieben, bis
ich eine Lösung gefunden hatte. Ich konnte sie also wieder nicht
allein lassen.
Eine Freundin und ich haben alles Mögliche versucht um eine
Pflegefamilie für sie zu finden, ich hatte mich auch bereit
erklärt finanziell dabei zu helfen. Ich konnte die kleinen
unmöglich unter diesen Bedingungen in dem Tierheim lassen.
4 Tage später hatten wir dann endlich
jemanden gefunden, der sich bereit erklärte, sich um die Welpen
und Mutter zu kümmern, bis wir sie weitervermitteln können.
Wir holten also die Mama mit Babies dort ab und es ging mir richtig
nahe, wie froh und dankbar die Mama, ich hatte sie Paddy getauft, war,
als wir sie da wieder abholten. Sie war auch ganz glücklich als
wir sie in ihr vorrübergehendes Zuhause gebracht hatten. Es war
ein sehr schönes Zimmer in einem Haus mit Garten und es hat ihr
sofort dort gefallen, ich hatte sie noch nie mit einem so
glücklichen und zufriedenen Gesichtsausdruck gesehen und das
Schönste war, sie hat mir dann dort ganz lieb die Hände
geleckt, als wenn sie sich bei mir bedanken wollte, daß ich sie
da rausgeholt hatte. Sie kam dann gleich zu mir Schmusen, und das war
das erste Mal, daß sie an mir hochsprang um meine Hände
abzulecken. Das war so ein schönes Gefühl und ich und meine
Freundin waren daürber überglücklich. Jetzt waren sie
alle sicher untergebracht, besser hätten sie es nicht haben
können, als dort wo sie jetzt sind, untergebracht zu werden. Ich
konnte also jetzt endlich, kurz vor Weihnachten, erleichtert wieder
nach Hause fliegen!!!
Leider haben wir vor ein paar Tagen erfahren,
daß sie dort wo sie jetzt sind, leider doch nicht mehr lange
bleiben können, weil sich dort schon 8 andere Hunde und einige
Katzen befinden und es ihnen doch ein bißchen zuviel wird, um
sich zusätzlich auch noch um die kleine Podenco-Familie zu
kümmern, außerdem müssen sie für ein paar Tage
verreisen und wissen auch nicht wer sich um die kleinen Welpen
kümmern könnte. Es tut uns natürlich unendlich leid,
daß wir sie dort wieder wegholen müssen, da sie sich
scheinbar dort sehr wohl fühlen, aber wir müssen das ja
respektieren und auch akzeptieren.
Wir sind ja so dankbar, daß sie dort überhaupt so gut
untergebracht und versorgt wurden.
Es liegt mir jetzt so am Herzen, eine andere
Pflegefamilie zu finden, die sich um diese Süssen kümmern
könnte, bis sie weitervermittelt werden können. Wir
hätten evtl. schon 2 Familien, die einen der Welpen abnehmen
würden, wenn sie alt genug sind. Im Moment sind sie ca. 6 Wochen
alt.
Deshalb meine Frage und Bitte, kann mir irgendjemand helfen oder einen Tip geben, wo man diese Podencos für eine Weile unterbringen könnten, eine Pflegefamilie oder so, evtl. sogar in Deutschland, sofern das schon möglich ist. Ich glaube, in Deutschland hätte man doch bestimmt mehr Chance ein neues und schönes Zuhause für diese wirklich süssen Tiere zu finden. Die Mutter ist außerdem ein bildschöne honigbraune Podenca mit einem weißen länglichen Fleck (wie ein Herz) auf der Stirn und sehr zierlich und jetzt sooo liebebedürftig und soooo dankbar, daß sie jetzt gut behandelt wird. Ich bring es nicht übers Herz, sie jetzt evtl. wieder in einem Tierheim unterzubringen. Leider können wir sie nicht zu uns nach Mallorca nehmen, da wir sehr viel unterwegs sind und es ist schon ein Problem und nicht immer einfach mit 2 Hunde zu verreisen, besonders beim Fliegen. Um mehr als 2 Hunde können wir uns leider im Moment zumindest noch nicht kümmern. Vielleicht hat jemand von Ihnen eine Idee, oder kann uns irgendwie weiter helfen, damit diese armen Tiere doch noch eine schöne Unterkunft und Betreuung und später ein schönes Zuhause finden können.
So nach dem Motto "Vom Erdloch in ein kuscheliges Bettchen". Das wäre doch etwas Wunderschönes!!!
Finanziell würden wir uns hier
natürlich irgendwie auch erkenntlich zeigen!
Ich bin wirklich für jeden Tip und jede
Hilfe sehr dankbar!!!!! Wir müssen hier bald eine Lösung
finden!!! Ich füge auch ein paar Bilder von den Süssen bei.
Für Ihre Hilfe möchte ich mich hier schon jetzt, im Namen der
Süssen, ganz herzlich bedanken!!! Ich würde mich sehr
freuen, von Ihnen zu hören!!!
Alles Gute für Sie und Ihre Tiere
Ihre Maria Benjamin
