
Es ist gefährlich, als junger Hund alleine unterwegs zu sein. Faustino hätte es fast das Leben gekostet. Auf der Küstenstraße zwischen El Morche und Lagos war er unterwegs, auf der Suche nach Futter. Da auf den Straßen immer wieder überfahrene Tiere liegen, ist das eine einfache Art, sich durchzuschlagen, allerdings ist diese Methode auch sehr gefährlich.
Faustino wurde angefahren und seine Rute wurde dabei so schwer verletzt, dass sie amputiert werden musste. Durch die vielen nachgewachsenen "Löckchen" am Popo sieht man diesen "Schönheitsmakel" jedoch überhaupt nicht. Die Wunde ist inzwischen vollständig verheilt. Trotzdem hatte er großes Glück, denn mehr Verletzungen hat er nicht davon getragen.
Faustino ist jetzt - in März 2012 - etwas mehr als 1 Jahr alt und ca. 50 cm groß, ein wunderhübscher Bursche mit Augen, die in deine Seele blicken können.
Der
Tierarzt hat seine Wunde versorgt, Faustino wurde gechipt, geimpft,
getestet, entwurmt und kastriert. Er wartet nun in einer Pflegestelle
in
Hamburg auf den Moment, wenn sich jemand in sein Bild verliebt und
und sagt: dieser Hund soll mein Hund werden. Denn das ist immer noch
das Allergrößte für Hunde – ein eigener Mensch, der ihm
Sicherheit gibt, ihn beschützt und versorgt, für ihn da ist
und auf
den Hund sich verlassen kann.
Faustino geht prima an der Leine und ist ein ruhiger, ausgeglichener Hund, den man sofort ins Herz schliesst. Er ist lieb zu Kindern, versteht sich auch mit Katzen, fährt gerne Bus oder Auto und er tobt und spielt gerne mit anderen Hunden. Bei neuen Menschen ist Faustino erstmal zurückhaltend, aber er sucht dann schnell Kontakt, wenn er merkt, dass alles gut ist. Wenn er sein Rudel in Gefahr sieht, kommt der Hütehund in ihm zum Einsatz und er möchte seine Familie beschützen. Hier sollten seine neue Menschen mit ihm arbeiten, er ist ein kluger Junge und wird sehr schnell begreifen, was er darf und was nicht gewünscht wird.
Wir
wünschen Faustino eine glückliche Zukunft und gegen
Schutzvertrag
und Kostenerstattung (300,-€) drücken wir ihm seinen
EU-Heimtierausweis in die Pfote und schicken ihn auf die Reise in
seine Familie.
